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Starke Periode: Ohne Scham ins Arztgespräch

Juckt die Haut oder taucht plötzlich ein Ausschlag auf, fragt man ganz selbstverständlich den Hautarzt um Rat. Bei Knie- oder Rückenschmerzen ist der Orthopäde der richtige Ansprechpartner. Genauso selbstverständlich sollte es sein, bei zu starken Regelblutungen und den damit einhergehenden Beschwerden wie Müdigkeit oder Schmerzen den Frauenarzt aufzusuchen. Das Gespräch sollte idealerweise offen und unverkrampft geführt werden. Schließlich liegt hier die Expertise, wenn es um Beschwerden rund um die Gebärmutter geht.

Die Periode: Ein Thema wird präsenter

In den Medien ist das Thema Periode immer häufiger zu finden. Die Zeiten, in denen das Menstruationsblut in der Werbung – wenn überhaupt – ausschließlich als blaue Flüssigkeit in Erscheinung trat, sind inzwischen vorbei. Im Internet gibt es zahlreiche Blogs rund um das Thema Menstruation. Auch die Palette an Menstruationsprodukten ist in den letzten Jahren größer geworden. Darunter auch einige nachhaltige Alternativen zu Binden und Tampons, wie Menstruationstassen, Stoffbinden oder Periodenunterwäsche. Dennoch gibt es Frauen, für die ihre Periode noch immer ein Tabuthema ist, das sie noch nicht einmal mit ihrem Gynäkologen besprechen. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern kann sich auch negativ auf die Lebensqualität auswirken. Denn viele Beschwerden, welche die Menstruation mit sich bringen kann, lassen sich durch eine gezielte Therapie lindern.

Ist meine Regelblutung ungewöhnlich stark?

Es müssen nicht immer Schamgefühle sein, die Frauen davon abhalten, den Arzt um Rat zu fragen. So kann es durchaus sein, dass einige der Ansicht sind, die starken Beschwerden während der Monatsblutung seien normal. Dass sie für Frauen in den fruchtbaren Jahren einfach „dazugehören“ und daher stillschweigend ertragen werden müssen. Doch das stimmt nicht. Fällt die Periode ungewöhnlich stark aus, dauert sie sehr lange an oder geht sie mit heftigen Unterleibsschmerzen einher, kann das verschiedene Ursachen haben − zum Beispiel Myome, Polypen oder ein hormonelles Ungleichgewicht. Von einer starken Regelblutung (Menorrhagie), sprechen Experten, wenn die Menstruation länger als sieben Tage andauert und Sie innerhalb dieser Zeit mehr als 80 Milliliter Blut verlieren.

Auch wer glaubt, dass die Beschwerden eine Seltenheit sind, der irrt. Eine von fünf Frauen leidet unter einer starken Regelblutung. Das kann nicht nur während der Periode unangenehm werden. Der starke Blutverlust kann langfristig zu einem Eisenmangel führen. Mögliche Folgen: anhaltende Müdigkeit und ein Mangel an Energie.

Machen Sie den Test

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Regelblutung normal oder bereits ungewöhnlich stark ist, finden Sie hier eine erste Einschätzung: Hier geht zum Selbst-Check: Ist meine Periode noch normal?

Gut vorbereitet ins Gespräch

Der Frauenarzt wird Ihre Beschwerden also nicht einfach als Befindlichkeiten abtun, sondern Sie gründlich untersuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Ist diese gefunden, kann der Experte die für Sie passende Therapie wählen. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie Ihre Beschwerden bei Ihrem nächsten Termin offen ansprechen. Wenn Sie sich besser vorbereitet fühlen möchten, kann Ihnen das Führen eines Menstruationstagebuchs im Vorfeld helfen. Es ist dazu gedacht, die Stärke und Dauer Ihrer Regelblutung zu dokumentieren. Das Tagebuch ist wie ein Kalender aufgebaut, in dem Sie einen Monat lang den Verbrauch Ihrer Binden und Tampons eintragen. Nehmen Sie das ausgefüllte Tagebuch mit zum Arzt. Es hilft ihm, Ihre Symptome korrekt einzuordnen und die richtige Diagnose zu stellen. Sie sehen also: Eine starke Regelblutung kann behandelt werden und ist kein Grund, sich zu schämen!

WEB-01509-DEU-DE Rev.001 (4/22)