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Heißhungerattacke vor der Periode: SOS-Tipps

Für mich ist es wirklich jedes Jahr das Gleiche: Kaum ist das letzte Kalenderblatt des vergangenen Jahres abgerissen – ja, ich habe trotz Digitalisierung noch einen Papierkalender zum Abreißen – starten die Neujahrsvorsätze. Bei mir ist es immer der Vorsatz, mich gesünder zu ernähren, und das läuft dann so: Die letzten Weihnachtsplätzchen werden spätestens an Silvester verputzt. Ab Neujahr kommt dann nur noch gesundes Essen auf den Tisch und für einige Wochen bin ich ein Beispiel an Selbstdisziplin – bis kurz vor der nächsten Periode. Dann bekomme ich unstillbare Gelüste nach Süßem und Fettigem und ich kann gar nicht anders, als schwach zu werden. Der Abnehmerfolg ist dahin. Aber woran liegt das? Und kann man wirklich nichts dagegen tun?

Hunger durch Hormone

Eine Erklärung für die allmonatlichen Hungeranfälle ist das Auf und Ab der am Zyklus beteiligten Hormone Östrogen und Progesteron. Unmittelbar vor dem Einsetzen der Monatsblutung sinkt der Östrogenspiegel, während gleichzeitig der Progesteronlevel steigt. Progesteron wirkt appetitfördernd, wodurch Heißhunger aufkommen kann. Außerdem haben wir während der Periode einen niedrigen Serotoninspiegel, was unsere Stimmung drücken kann. Eine Vorstufe von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon, und somit wichtig für dessen Bildung ist die Aminosäure Tryptophan. Deren Aufnahme im Gehirn kann durch fett- und zuckerhaltige Speisen begünstigt werden.

Schokolade und Eis und Bonbons … oder doch lieber Obstsalat?

Wenn unser Körper laut nach süßen Köstlichkeiten schreit, wir uns auch noch müde und antriebslos fühlen, deutet das auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel hin. Jetzt benötigen wir schnell Energie in Form von Kohlenhydraten. Direkt nach einem Schokoriegel oder anderen Süßspeisen zu greifen ist zwar verlockend, allerdings treibt das den Blutzuckerspiegel zu stark in die Höhe, woraufhin er anschließend genauso schnell wieder absinkt. Das nächste Tief droht, wir bekommen wieder Hunger und das Spiel geht von vorne los. Besser: Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst essen. Sie enthalten komplexe Kohlenhydrate, die uns länger mit Energie versorgen und sättigen. Und da ich nun einmal abnehmen möchte, wird es dann wohl ein leckerer Obstsalat … vielleicht mit ein paar winzigen Schokostreuseln darauf?

Heiß und fettig mit ganz viel Salz!

Mir ist schon klar, dass es keine gute Idee ist, für mich allein eine Familienpizza zu bestellen. Aber manchmal muss das einfach sein und dann kann ich für eine Stunde lang ganz gut ausblenden, wie elend ich mich beim letzten Blick auf die Waage gefühlt habe. Ähnlich verhält es sich mit salzigem Knabbergebäck oder Pommes Frites. Aber Vorsicht: Salz entzieht dem Körper Wasser. Das kann bei Frauen, die zu Menstruationsbeschwerden wie Unterleibskrämpfen neigen, diese noch verstärken. Die Alternativen: Wenn die Pizza ruft, fürs Gewissen und dem Körper zuliebe lieber zu günstigen Fettlieferanten wie Avocados, ungesalzenen Nüssen und Pistazien greifen. Letztere lassen sich auch super statt Chips und Co. beim Fernsehgucken knabbern. Beim Kochen dann lieber frische Kräuter und Gewürze statt Salz verwenden.

Soweit zur Theorie. Ob ich das wirklich immer so durchhalte, wird sich zeigen. Momentan bin ich optimistisch. Es ist ja auch erst Januar und ich bin mir sicher: Dieses Jahr wird alles anders! Ganz bestimmt!