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Was steckt hinter meinen Zwischenblutungen?

Bei den wenigsten Frauen setzt die Periode auf den Tag genau nach 28 Tagen ein. Dennoch pendelt sich die Regelblutung mit den Jahren häufig auf einen bestimmten Rhythmus ein, an dem frau sich zumindest grob orientieren kann. Wenn dann plötzlich und unerwartet Zwischenblutungen auftreten, beunruhigt das die Betroffenen verständlicherweise ein wenig.

„Spotting“ nennt man es auch, wenn es zwischen zwei Perioden zu leichten Blutungen kommt. Der Ausdruck stammt vom englischen Wort „spot“, was „Fleck“ bedeutet. Das Phänomen ist auch unter dem Begriff „Schmierblutungen“ bekannt und zeigt sich häufig als bräunlicher Ausfluss, der ein bis zwei Tage andauert.

Hormone in Aufruhr

Für Zwischenblutungen kommen unterschiedliche Ursachen infrage, die der Frauenarzt abklären sollte. Möglicherweise liegt eine Störung des Hormonhaushaltes vor, die zum Beispiel zu Beginn der Menopause oder einer Schwangerschaft auftreten kann. So kann es zum Beispiel kurz nach der Befruchtung einer Eizelle zu einer sogenannten Einnistungsblutung kommen.

Auch die Einnahme der Pille oder das Einsetzen einer Spirale kann in den ersten Monaten für Schmierblutungen sorgen. Manchmal ist eine stressige Lebensphase dafür verantwortlich, dass der Zyklus ein wenig aus dem Takt gerät. Dazu zählen einerseits psychischer Stress, andererseits aber auch körperlicher Stress – also zum Beispiel eine radikale Ernährungsumstellung oder ein ungewohnt forderndes Fitnessprogramm.

Ein Menstruationskalender hilft weiter

Von Bedeutung ist zudem, wann und in welcher Regelmäßigkeit die Zwischenblutungen auftreten. Ist dies jeden Monat immer wieder zu einem festen Zeitpunkt des Zyklus der Fall, sind wahrscheinlich zyklusbedingte Schwankungen der Hormone die Auslöser. So kann zum Beispiel zum Zeitpunkt des Eisprungs die sogenannte Ovulationsblutung auftreten. Sie ist meist kein Anlass zur Sorge, sofern der Arzt eine andere Ursache ausschließen kann. Um herauszufinden, ob die Zwischenblutungen regelmäßig auftreten, hilft ein Menstruationskalender oder ein Menstruationstagebuch.

Gutartige Wucherungen oder Stoffwechselprobleme

Einige Auslöser von Spotting sind organischer Natur; zu ihnen zählen zum Beispiel gutartige Wucherungen wie Myome oder Polypen  in der Gebärmutter. In diesem Fall leiden die betroffenen Frauen häufig auch unter ungewöhnlich starken Regelblutungen. Eine Untersuchung beim Frauenarzt bringt Klarheit über die zugrunde liegende Ursache, sodass der Experte eine geeignete Therapie für die Beschwerden empfehlen kann.

Vielleicht ist es aber auch eine Stoffwechselerkrankung, die den Hormonhaushalt durcheinanderwirbelt und so die Zwischenblutungen auslöst. Zu den möglichen Erkrankungen zählen zum Beispiel Diabetes, eine Schilddrüsenerkrankung oder Probleme mit der Leber.

Besser schnell zum Arzt!

Der Arzt sollte sofort um Rat gefragt werden, wenn die Zwischenblutungen ganz plötzlich auftreten, obwohl die betroffene Frau nie zuvor Probleme damit hatte. Auch wenn sich die Schmierblutungen – im Gegensatz zum oben geschilderten Fall – ganz unregelmäßig zeigen, länger als ein bis zwei Tage anhalten, ungewöhnlich stark ausfallen oder mit Unterleibsschmerzen einhergehen, ist ein zeitnaher Besuch in der Praxis notwendig. Denn in diesem Fall kann es sein, dass eine Erkrankung dahintersteckt, die behandelt werden muss. Zu diesen zählen beispielsweise Endometriose, eine Entzündung der Gebärmutter oder der Eierstöcke und, in selteneren Fällen, ein Tumor.

Ebenso sollten Schwangere, die unter Zwischenblutungen leiden, umgehend ihren Arzt darüber informieren. Gleiches gilt für Frauen, die bereits die Wechseljahre hinter sich haben und bei denen nach einer längeren Zeit völlig ohne Blutungen diese plötzlich wieder auftreten. Deren Ursache muss auf jeden Fall abgeklärt werden.