Perimenopause: das Ende der fruchtbaren Phase

Neigt sich Ihre Fruchtbarkeit dem Ende zu, beginnt für Sie eine Zeit voller Umstellungen und neuer Herausforderungen. Perimenopause − mit diesem Begriff bezeichnen Mediziner den Zeitraum von 2 bis 4 Jahren rund um die letzte Regelblutung (Menopause). Die Vorsilbe „peri“ bedeutet „um … herum. Die Perimenopause beginnt 1 bis 2 Jahre vor der Menopause und endet 1 bis 2 Jahre danach.

In welchem Alter setzen die Symptome ein?

Während der Perimenopause stellt sich Ihr Hormonsystem um. Die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron nimmt allmählich ab, und der Körper lässt in den Eierstöcken immer weniger Eizellen heranreifen.

Dieser natürliche Prozess geht bei rund zwei Dritteln der Frauen mit unangenehmen Beschwerden einher. Auftreten können zum Beispiel:

  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu leichten Depressionen
  • Schlafstörungen
  • ein Gefühl der Abgeschlagenheit

In welchem Alter die Perimenopause einsetzt, ist von Frau zu Frau verschieden. Viele bemerken ab Mitte vierzig erste Symptome. Manchmal sind aber auch schon jüngere Frauen betroffen.

Plötzlich treten Blutungsstörungen auf

Da der Zyklus durch die Umstellung der Hormone aus dem gewohnten Takt gerät, können während der Perimenopause verschiedene Blutungsstörungen wie zum Beispiel Zwischenblutungen oder Dauerblutungen auftreten. Bei einigen Frauen setzen in dieser Zeit auch erstmals übermäßig starke Blutungen ein. Diese können langfristig zu einem Eisenmangel und zu Blutarmut (Anämie) führen und die Lebensqualität betroffener Frauen stark einschränken.

Finden Sie die richtige Therapie

In einigen Fällen raten Ärzte ihren Patientinnen, die in der Perimenopause unter einer starken Periode leiden, die Gebärmutter entfernen zu lassen. Doch ein solch folgenreicher und schwerer Eingriff ist nicht immer nötig: Es gibt Behandlungsmöglichkeiten, mit denen ein starker Blutverlust auf sanfte Weise verringert werden kann. Möglich ist eine Therapie mit oder ohne Hormone. Ein Beispiel für eine Behandlung ohne Hormone ist das Verfahren NovaSure, bei dem die Gebärmutterschleimhaut in einem minimal-invasiven Eingriff verödet wird. Die Schleimhaut kann sich danach nicht mehr richtig aufbauen, wodurch die monatlichen Blutungen stark reduziert werden.  

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