Menorrhagie − eine zu lange und starke Regelblutung

Fällt Ihre Periode stärker und länger als eine normale Regelblutung aus? Dann könnte ein anerkanntes medizinisches Problem dahinterstecken: eine sogenannte Menorrhagie. Von dieser Erkrankung sprechen Ärzte, wenn die Regelblutung laut Definition pro Menstruationszyklus länger als 7 Tage andauert und Sie innerhalb dieser Zeit mehr als 80 Milliliter Blut verlieren.

Jede fünfte Frau ist betroffen

Menorrhagie gehört zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerden: Eine von fünf Frauen leidet unter einer starken Regelblutung. Manchmal sind sogar schon junge Mädchen und Frauen betroffen. Häufiger setzen die Beschwerden jedoch nach dem 35. Lebensjahr ein. In einigen Fällen treten sie erst in der Perimenopause auf, also in den Jahren rund um die letzte Regelblutung.

  • Was sind die Symptome und Folgen der Menorrhagie?

    Glücklicherweise ist Menorrhagie keine lebensbedrohliche Erkrankung. Doch die lange Blutungsdauer und die erhöhte Blutungsstärke wirken sich häufig negativ auf den Alltag und die Lebensqualität betroffener Frauen aus. Der starke Blutverlust kann langfristig auch gesundheitliche Folgen haben und zum Beispiel Eisenmangel und eine Blutarmut (Anämie) hervorrufen. Mögliche Symptome sind dann eine anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit.

  • Welche Ursachen stecken hinter starken Blutungen?

    Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Gynäkologen um Rat fragen. Dieser wird zunächst versuchen, die Ursache für die starke Regelblutung herauszufinden, um diese gezielt behandeln zu können. Als Auslöser kommen zum Beispiel Myome, eine Störung im Hormonhaushalt oder eine Blutgerinnungsstörung infrage.

    Allerdings: Bei rund 60 Prozent der Frauen, die unter Menorrhagie leiden, findet der Arzt keine eindeutige Ursache. Häufig raten Ärzte ihren Patientinnen in diesem Fall zu einer Ausschabung (Kürettage) oder einer Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie). Während eine Ausschabung die starken Blutungen häufig nur kurzfristig lindert, ist die Entfernung der Gebärmutter ein im Ergebnis endgültiger Eingriff, der gut überlegt sein sollte. Doch es gibt auch andere sanftere Behandlungsmethoden.

    Für Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben, eignet sich eventuell die Therapie mit NovaSure. Bei dem minimalinvasiven Eingriff verödet der Arzt die Gebärmutterschleimhaut, sodass sie sich nicht mehr vollständig aufbauen kann. Die starken Blutungen werden dadurch dauerhaft verringert.

Noch normal oder schon Menorrhagie?

Sie wissen nicht, ob Ihre Menstruation noch normal ist oder Sie eventuell unter Menorrhagie leiden? Ein Menstruationstagebuch oder ein Selbst-Check kann Ihnen dabei helfen, es herauszufinden. Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Bauchgefühl vertrauen: Empfinden Sie Ihre Regelblutung als sehr stark und leiden Sie jeden Monat aufs Neue darunter? Sobald Sie beginnen, Ihren Alltag um Ihre Menstruation herum zu planen, wird es Zeit zu handeln: Machen Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt aus und lassen Sie sich beraten!

Die interaktive Gebärmutter

Klicken Sie auf die Pfeile, um sich die unterschiedlichen Ursachen einer starken Regelblutung anzeigen zu lassen.

  • Intramurales Myom

    Intramurales Myom

    Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein intramurales Myom wächst innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter.

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  • Störung des Hormonhaushalts

    Störung des Hormonhaushalts

    Starker Blutverlust während der Periode wird häufig dadurch verursacht, dass die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht im Gleichgewicht ist.

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  • Submuköses Myom

    Submuköses Myom

    Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein submuköses Myom wächst von der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterschleimhaut hinein.

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  • Polypen

    Polypen

    Polypen sind gutartige gestielte Geschwulste, die in der Gebärmutter und im Gebärmutterhalskanal vorkommen können. Werden sie größer, können sie bluten.

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  • Verdickte Gebärmutterschleimhaut

    Verdickte Gebärmutterschleimhaut

    Die Gebärmutterschleimhaut bedeckt die gesamte Gebärmutterwand. Eine dickere Gebärmutterschleimhaut kann während der Periode mit einem stärkeren Blutverlust einhergehen.

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  • Blutgerinnungsstörungen

    Blutgerinnungsstörungen

    Eine übermäßig starke und lange Regelblutung kann in seltenen Fällen eine Blutgerinnungsstörung als Ursache haben – zum Beispiel das von-Willebrand-Syndrom.

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  • Verwachsungen in der Gebärmutter

    Verwachsungen in der Gebärmutter

    Bei einer Verwachsung sorgt Gewebe dafür, dass Organe oder Gewebeschichten miteinander verkleben, die normalerweise nicht verbunden sind. Treten Verwachsungen in der Gebärmutter auf, können sie Blutungsstörungen verursachen.

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  • Subseröses Myom

    Subseröses Myom

    Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein subseröses Myom befindet sich an der Außenseite der Gebärmutter.

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  • Endometriose

    Endometriose

    Bei einer Endometriose findet sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter. Es kann zum Beispiel im Bauch- und Beckenraum wuchern und Organe wie Eileiter und Eierstöcke verkleben.

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  • Tumor

    Tumor

    In selteneren Fällen kann ein bösartiger Tumor der Auslöser für Auffälligkeiten im weiblichen Zyklus sein. Er kann zum Beispiel in der Gebärmutter, am Gebärmutterhals oder an den Eierstöcken vorkommen.

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  • Perimenopause

    Perimenopause

    Während der Perimenopause nimmt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron allmählich ab. Durch diese Umstellung kann der Zyklus aus dem gewohnten Takt geraten – und die Blutungen fallen stärker aus.

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  • Entzündungen der Gebärmutter

    Entzündungen der Gebärmutter

    Treten Blutungsstörungen plötzlich auf und werden von Fieber oder Ausfluss begleitet, kann eine Entzündung der weiblichen Fortpflanzungsorgane die Ursache sein – zum Beispiel an der Gebärmutter oder am Gebärmutterhals.

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  • Entzündungen der Eierstöcke

    Entzündungen der Eierstöcke

    Infektionen mit Bakterien können unter anderem eine Entzündung der Eileiter und Eierstöcke auslösen. Neben Fieber, Ausfluss und Unterleibsschmerzen gehören auch Blutungsstörungen zu den möglichen Symptomen.

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Intramurales Myom
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Intramurales Myom

Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein intramurales Myom wächst innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter.

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Störung des Hormonhaushalts
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Störung des Hormonhaushalts

Starker Blutverlust während der Periode wird häufig dadurch verursacht, dass die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht im Gleichgewicht ist.

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Polypen

Polypen sind gutartige gestielte Geschwulste, die in der Gebärmutter und im Gebärmutterhalskanal vorkommen können. Werden sie größer, können sie bluten.

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Gebärmutterschleimhaut
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Verdickte Gebärmutterschleimhaut

Die Gebärmutterschleimhaut bedeckt die gesamte Gebärmutterwand. Eine dickere Gebärmutterschleimhaut kann während der Periode mit einem stärkeren Blutverlust einhergehen.

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Blutgerinnungsstörungen
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Blutgerinnungsstörungen

Eine übermäßig starke und lange Regelblutung kann in seltenen Fällen eine Blutgerinnungsstörung als Ursache haben – zum Beispiel das von-Willebrand-Syndrom.

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Subseröses Myom
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Subseröses Myom

Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein subseröses Myom befindet sich an der Außenseite der Gebärmutter.

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Verwachsungen in der Gebärmutter

Bei einer Verwachsung sorgt Gewebe dafür, dass Organe oder Gewebeschichten miteinander verkleben, die normalerweise nicht verbunden sind. Treten Verwachsungen in der Gebärmutter auf, können sie Blutungsstörungen verursachen.

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Submuköses Myom
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Submuköses Myom

Myome sind gutartige Geschwulste, die vereinzelt oder in größerer Anzahl vorkommen können. Ein subseröses Myom befindet sich an der Außenseite der Gebärmutter.

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Endometriose
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Endometriose

Bei einer Endometriose findet sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter. Es kann zum Beispiel im Bauch- und Beckenraum wuchern und Organe wie Eileiter und Eierstöcke verkleben.

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Tumor
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Tumor

In selteneren Fällen kann ein bösartiger Tumor der Auslöser für Auffälligkeiten im weiblichen Zyklus sein. Er kann zum Beispiel in der Gebärmutter, am Gebärmutterhals oder an den Eierstöcken vorkommen.

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Perimenopause
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Perimenopause

Während der Perimenopause nimmt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron allmählich ab. Durch diese Umstellung kann der Zyklus aus dem gewohnten Takt geraten – und die Blutungen fallen stärker aus.

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Entzündungen der Gebärmutter

Treten Blutungsstörungen plötzlich auf und werden von Fieber oder Ausfluss begleitet, kann eine Entzündung der weiblichen Fortpflanzungsorgane die Ursache sein – zum Beispiel an der Gebärmutter oder am Gebärmutterhals.

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Entzündungen der Eierstöcke
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Entzündungen der Eierstöcke

Infektionen mit Bakterien können unter anderem eine Entzündung der Eileiter und Eierstöcke auslösen. Neben Fieber, Ausfluss und Unterleibsschmerzen gehören auch Blutungsstörungen zu den möglichen Symptomen.

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Base uterus

Literatur/Quellen

  • Royal College of Obstetricians and Gynaecologists. National Heavy Menstrual Bleeding Audit (May 2011). Last accessed July 2019 https://www.rcog.org.uk/globalassets/documents/guidelines/research--audit/nationalhmbaudit_1stannualreport_may2011.pdf

WEB-00935-DEU-DE Rev.001