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Alles anders? Die erste Periode nach der Schwangerschaft

Nach der Geburt ihres Kindes steht das Leben der frischgebackenen Mutter erst einmal Kopf. Bei all den neuen Herausforderungen liegt die erste Periode nach der Schwangerschaft gedanklich oft in weiter Ferne. Doch wenn sie dann ungewöhnlich lange auf sich warten lässt, fragen sich viele Frauen, ob das alles so normal ist. Lesen Sie, von welchen Faktoren die erste Periode nach der Schwangerschaft abhängt und wie sie sich im Vergleich zu den vorangegangenen Zyklen verändern kann.

Warum lässt die Periode auf sich warten?

Der Grund dafür ist der veränderte Hormonspiegel nach der Schwangerschaft. Ein wichtiger Einflussfaktor ist dabei unter anderem das Hormon Prolaktin. Es sorgt dafür, dass die Brust der Mutter unmittelbar nach der Geburt Milch für das Baby produziert. Außerdem hängt der Zeitpunkt der ersten Blutung auch davon ab, ob und wie intensiv die Mutter stillt. Denn die Bildung von Prolaktin wird durch das Saugen des Babys an der Brust weiter angeregt. Das hemmt die Reifung neuer Eizellen und somit den Eisprung, was zum Ausbleiben der Periode während der Stillzeit führen kann.

Erst nach dem Abstillen pendelt sich ein normaler Zyklus ein. Trotzdem sollten Frauen, die erst einmal keine erneute Schwangerschaft planen, in dieser Zeit auf die Verhütung achten. Zwar ist die Fruchtbarkeit während der Stillzeit vermindert, allerdings verläuft der erste Eisprung nach der Geburt meist unbemerkt. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, schon vor dem Einsetzen der Regelblutung erneut schwanger zu werden.

Wann kommt die Regelblutung zurück?

Eine termingenaue Angabe, wann mit der ersten Periode zu rechnen ist, ist nicht möglich. Wie erwähnt, hängt das bei stillenden Müttern unter anderem von der Dauer der Stillzeit ab. Bei Frauen, die nicht stillen und ihre Milch auch nicht abpumpen, kann sich der Prolaktinspiegel schneller wieder normalisieren. Theoretisch kann der Zyklus sechs bis zwölf Wochen nach der Geburt wieder einsetzen. Ebenso kann es passieren, dass die erste Regelblutung unmittelbar auf den Wochenfluss folgt. Bei diesem wird Wundsekret als vaginale Blutung abgesondert; das Sekret entsteht nach der Geburt durch Ablösen der Plazenta von der Gebärmutter. Der Wochenfluss kann bis zu sechs Wochen dauern, wobei er gegen Ende heller und weißlich wird.

Was ist anders?

Auch wenn die Periode wieder einsetzt, kann sie anders verlaufen, als frau es vor der Schwangerschaft gewohnt war. Jetzt heißt es, Ruhe bewahren und auf die Signale des Körpers hören. Denn bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat, kann schon mal ein halbes Jahr vergehen. Bis dahin können einzelne Zyklen unregelmäßig verlaufen und sich die Blutungen hinsichtlich ihrer Länge und Intensität unterscheiden. So kann besonders die erste Menstruationsblutung stärker und länger sein als die früheren. Kommen ungewöhnlich starke Schmerzen hinzu, ist es sinnvoll, den Frauenarzt um Rat zu fragen.

Was muss ich beachten?

Einige Wochen nach der Geburt ist der Körper noch mit der Wundheilung beschäftigt und es besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Frauen, bei denen die Periode bereits innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt einsetzt, sollten in dieser Zeit lieber Binden anstelle von Tampons verwenden.