Wechseljahre

5. Dezember 2016 - 08:18

Wie verläuft die Menstruation während der Wechseljahre?

Herzklopfen, Hitzewallungen und eine veränderte Menstruation, dies wird mancher Frau mittleren Alters höchstwahrscheinlich bekannt vorkommen. Einige Frauen sind (glücklicherweise) mit geringeren Problemen konfrontiert als andere, doch die berüchtigten Symptome in den Wechseljahre können heftig sein, d. h. die hormonellen Veränderungen können unseren Körper ordentlich durcheinander bringen.

Wechseljahre und Menopause – was ist darunter konkret zu verstehen?

Die Menopause ist der Zeitpunkt, am dem eine Frau die letzte Menstruation bekommt, und sie dauert genau einen Tag. Als Wechseljahre wird die gesamte Zeitdauer vor der Menopause bis nach der Menopause, also von der Prämenopause bis zur Postmenopause, bezeichnet.

Menstruationsbeschwerden während der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine Zeit, die nicht unbemerkt vorbeigeht und in der unterschiedliche Beschwerden auftreten. Eine veränderte Menstruation ist eines dieser Symptome. Oftmals ist die Menstruation auch nur eine der ersten Veränderungen, die sich während der Wechseljahre zeigen. Für einige Frauen bedeutet dies, dass die Periode kürzer verläuft, für andere wiederum gehen die Wechseljahre mit einer starken Menstruation mit schweren Blutungen einher. Ursache ist, dass zunächst die Produktion von Östradiol (einem weiblichen Geschlechtshormon) und danach auch die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken abnimmt. Dies bringt unter anderem den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut durcheinander und kann somit dazu führen, dass die Menstruation ausbleibt, sich verschlimmert und letztlich ganz ausbleibt.

  • Ausbleiben der Menstruation oder leichte Menstruation

Zuerst wird die Produktion des Hormons Progesteron abnehmen. Hierdurch kann es vorkommen, dass die Menstruation zu Beginn der Wechseljahre eine Zeit lang ausbleibt, nur sehr gering ausfällt oder von sehr kurzer Dauer ist. 

  • Starke Menstruation

In dem Umfang, in dem die Menge an Progesteron weiter abnimmt und die Hormonproduktion immer unregelmäßiger wird, wird in der Gebärmutter eine größere Schleimhaut aufgebaut. Dies kann zu einem hohen Blutverlust während der Menstruation führen. Für einige Frauen ist dies sogar so schlimm, dass sie eine Woche pro Monat außer Gefecht gesetzt sind und u.a. notgedrungen von der Arbeit fernbleiben müssen. Zum Glück kann dies gegenwärtig gut behandelt werden, denn auf die Menopause zu warten, stellt nicht immer die richtige Lösung dar. Möglicherweise liegt den Beschwerden aber auch eine andere Ursache zugrunde, wie beispielsweise ein Myom in der Gebärmutter. Wenn Sie mit Ihrem Arzt einen Termin vereinbaren und mögliche Lösungen erörtern, kann nach einer geeigneten Behandlung gesucht werden.

  • Lang anhaltende Menstruation

Durch die unregelmäßige Hormonproduktion kann die Menstruation auch länger andauern als es normal der Fall ist. Auch dies wird durch den Rückgang an Progesteron im Körper verursacht, das normalerweise die Dauer und Intensität der Menstruation kontrolliert.

  • Gerinnsel bei der Menstruation oder zwischenzeitlicher Blutverlust

Es ist zudem möglich, dass die Menstruation mit Blutgerinnseln einhergeht oder Zwischenblutungen auftreten. In den meisten Fällen ist dies nichts Ernstes, doch es können auch Ursachen vorliegen wie etwa Polypen in der Gebärmutter oder eine Entzündung. Machen Sie sich nicht lange Sorgen. Vereinbaren Sie in Zweifelsfällen mit Blick auf das Erkennen der Ursachen einen Termin mit Ihrem Arzt.

  • Die Menstruation setzt aus

Wenn sich die Menopause nähert, werden die Zeiträume zwischen den Menstruationen länger und mit der Zeit bleibt die Menstruation vollständig aus. Wenn danach über ein Jahr keine Menstruation mehr aufgetreten ist, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Menopause stattgefunden hat.

Wechseljahrbeschwerden? Leben Sie gesund!

Die Menopause ist also längst nicht so schlimm, wie viele Frauen denken. Es sind die Wechseljahre und hauptsächlich die Prämenopause, die viele Frauen aus dem Konzept bringt. Um die Symptome während dieses Zeitraums bestmöglich einzuschränken, wird empfohlen, ein aktives und gesundes Leben zu führen. Durch gesundes Essen, viel Sport und eine positive Einstellung können viele mentale Beschwerden in jedem Fall erleichtert werden.

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