Gebärmutterschleimhaut entfernen oder nicht?

Nicht weniger als 1 von 5 Frauen leidet unter übermäßigem Blutverlust während der Menstruation (Menorrhagie). Ursachen können beispielsweise ein gestörtes Hormongleichgewicht, der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut oder Veränderungen in der Gebärmutterhöhle durch Myome oder Polypen sein. Oft wird zunächst eine Hormontherapie durchgeführt. Wenn das nicht hilft, kann der Gynäkologe empfehlen, die Gebärmutterschleimhaut entfernen zu lassen. Dadurch wird erreicht, dass die Menstruation weniger stark verläuft oder sogar ganz ausbleibt.

Entfernung der Gebärmutterschleimhaut nicht immer möglich

Das Entfernen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) als Abhilfe bei starkem Blutverlust ist nicht immer möglich. Wenn ein Polyp, ein Myom oder eine Gebärmuttersenkung die Ursache für den starken Blutverlust ist, der Abstrich auffällig ist oder Sie noch einen Kinderwunsch haben, ist eine Entfernung der Gebärmutterschleimhaut keine Option. Eine Schwangerschaft nach der Entfernung des Endometriums ist gefährlich. Deswegen ist es wichtig, dass weiterhin verhütet wird.

Entfernung der Gebärmutterschleimhaut mit NovaSure

Die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut kann mithilfe von Kürettage oder NovaSure erfolgen. Bei einer Kürettage wächst die Gebärmutterschleimhaut jedoch nach. Diese Technik wird daher eigentlich nur noch zu diagnostischen Zwecken verwendet. NovaSure ist ein sicherer und einmaliger Eingriff, bei dem der Gynäkologe die Gebärmutterschleimhaut mithilfe einer genauestens bemessenen Menge an elektrischer Energie entfernt. Die Behandlung kann unter Vollnarkose (in Einzelfällen auch unter örtlicher Betäubung) stattfinden und dauert durchschnittlich 90 Sekunden und höchstens 2 Minuten.

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