Was ist das Endometrium?

Die Gebärmutterwand besteht aus drei Schichten: dem Endometrium (innerste Schicht, Schleimhaut), dem Myometrium (mittlere Schicht aus glatter Muskulatur) und dem Perimetrium (äußerste Schicht). Das Endometrium besteht wiederum aus 2 Schichten: einer unteren Zellschicht (Basalis) und einer oberen Zellschicht (Funktionalis), die während der Menstruation abgestoßen wird. Die obere Schicht baut sich auf der Basalis auf. Endometrium ist ein anderes Wort für Gebärmutterschleimhaut: die Schleimhautschicht an der Innenseite der Gebärmutter, die während der Menstruation abgeht. Anschließend wird sie wieder aufgebaut und am Ende des Zyklus von der Gebärmutter in Form der Menstruation wieder abgestoßen. Starker Blutverlust hängt also immer mit dem Endometrium/der Gebärmutterschleimhaut zusammen.

Der Einfluss von Hormonen auf das Endometrium

Das Endometrium reagiert auf die beiden weiblichen Hormone: Östrogen und Progesteron. Unter dem Einfluss von Östrogen wird das Endometrium dicker. Das Progesteron sorgt dafür, dass Schleimdrüsen entstehen. Im Laufe des Menstruationszyklus wächst die Schleimhautschicht. Wenn sie die optimale Dicke erreicht hat, geben die Eierstöcke eine Eizelle ab. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, wird das Endometrium nicht mehr benötigt und ausgeschieden: das ist die Regelblutung. Hormone beeinflussen also die Dicke des Endometriums.

Endometrium entfernen

Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut ist individuell unterschiedlich. Frauen mit einer stärker ausgeprägten Gebärmutterschleimhaut leiden häufiger unter starkem Blutverlust während der Menstruation. Dann kann es helfen, wenn die Gebärmutterschleimhaut entfernt wird. Bei der NovaSure-Behandlung, auch als die Goldnetz-Methode bekannt, wird die Gebärmutterschleimhaut mit Hochfrequenzenergie durch Hitze verödet. Der Eingriff kann ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und dauert höchstens 2 Minuten, je nach Dicke der Gebärmutterschleimhaut. NovaSure eignet sich nicht, wenn Sie noch einen Kinderwunsch haben. In diesem Fall wird Ihnen der Arzt alternative Behandlungsmethoden vorschlagen. Meist sind dies Behandlungen auf Hormonbasis, etwa die Pille oder die Mirena-Spirale, denn wie Sie weiter oben gelesen haben, haben die Hormone Einfluss auf die Dicke des Endometriums.