Starke Regelblutung

25. März 2016 - 15:48

Woran erkenne ich einen zu starken Blutverlust?

Da stehen Sie nun in einem überfüllten Bahnhof mit einem roten Fleck auf Ihrer neuen weißen Hose – und keine Toilette weit und breit. Schöner Schlamassel! Starke Regelblutungen sind unangenehm und können einen manchmal in peinliche Situationen bringen. Leider ist es für einige Frauen daher nichts Selbstverständliches, während der Periode rund um die Uhr unbeschwert durchs Leben zu gehen.

Stark, stärker, am stärksten

Müssen Sie öfter als normal den Tampon wechseln? Oder verwenden Sie Tampons und Binden gleichzeitig? Starker Blutverlust während der Menstruation kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise ist es möglich, dass eine bislang unentdeckte (leichte) Gerinnungsstörung vorliegt. Ein weiterer Grund für Beschwerden können Veränderungen der Gebärmutter sein, beispielsweise Myome oder Polypen.

Zudem kann die Menstruation mit zunehmendem Alter stärker werden. Dabei spielt häufig ein hormonelles Ungleichgewicht eine Rolle, da sich das Zusammenspiel der Botenstoffe im Laufe der Jahre verändert. In einem solchen Fall können Hormonpräparate helfen. Doch mit dieser Lösung kann sich nicht jede Frau anfreunden.

Leider ist bei etwa 60 % der Frauen die Ursache für die starke Blutung weniger eindeutig. Die Betroffenen können einfach entsprechend veranlagt sein. Das Risiko für Beschwerden ist aber auch erhöht, wenn Sie übergewichtig oder über 35 Jahre alt sind.

Wie lange dauert Ihre Periode?

Wie erkennen Sie, ob Ihre Menstruation normal oder stark ist und ob Sie etwas dagegen unternehmen sollten oder nicht? Leider gibt es keine allgemeingültige Richtschnur, die Ihnen diese Frage eindeutig beantwortet. Wir können Ihnen jedoch einige Anhaltspunkte geben. Ihre Menstruation muss als „stark“ bezeichnet werden, wenn:

  • die Regelblutung länger als normal anhält (also länger als 4 bis 7 Tage).
  • Sie viel Blut verlieren, sodass die Hygienebinde oder der Tampon beinahe stündlich gewechselt werden muss oder Sie „doppelt abgesichert“ sein müssen.

Ein Menstruationskalender kann Ihnen dabei helfen, sich und Ihrem Arzt einen Überblick über die Stärke Ihrer Periode und den monatlichen Verbrauch an Hygieneartikeln zu verschaffen.

Ein weiteres Kriterium, nach dem der Arzt oft entscheidet, ob Ihre Beschwerden behandelt werden sollten, ist die Frage, wie sehr Sie die monatlichen Unannehmlichkeiten belasten. Leidet Ihre Lebensqualität, fühlen Sie sich während der Periode in Ihrem Alltag stark eingeschränkt? Müssen Sie vielleicht sogar Termine absagen oder sich vom Arzt krankschreiben lassen?

In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Gynäkologen um Rat fragen. Der Experte kann Sie beraten, welche Möglichkeiten der Behandlung für Sie infrage kommen.

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