Starke Regelblutung

12. Februar 2018 - 08:12

Welche Behandlung passt zu meinen starken Menstruationsbeschwerden?

Unterleibskrämpfe und starke Blutungen sind für viele Frauen im fruchtbaren Alter jeden Monat eine leidige Begleiterscheinung. Bei manchen Betroffenen sind die Beschwerden so schlimm, dass ihr Alltag darunter leidet. Spätestens dann ist es an der Zeit, den Arzt um Rat zu fragen. Denn moderne Methoden wie NovaSure und MyoSure können helfen, starke Regelblutungen mithilfe eines minimal-invasiven Eingriffs zu lindern. Sie möchten wissen, ob eine der beiden Methoden für Sie infrage kommt? Dann lesen Sie weiter!

Was ist die Ursache?

Um eine Menorrhagie – so nennt der Arzt eine sehr starke und lang anhaltende Periode – gezielt behandeln zu können, muss zunächst die Ursache für die Symptome gefunden werden. Manchmal sind zum Beispiel Myome oder Polypen (das sind gutartige Wucherungen in der Gebärmutter) der Auslöser für die Beschwerden. In anderen Fällen sorgt ein hormonelles Ungleichgewicht dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus übermäßig verdickt und die Blutungen dadurch verstärkt ausfallen.

Myome und Polypen

Findet der Frauenarzt Myome oder Polypen in Ihrer Gebärmutter und sieht er diese als Ursache für Ihre Beschwerden an, so gilt es, die gutartigen Wucherungen gezielt zu behandeln. Welche Methode die richtige ist, hängt unter anderem von der Lage und Größe der Geschwulste ab. Wächst ein Myom zum Beispiel direkt unter der Gebärmutterschleimhaut (submukös), ist eventuell ein minimal-invasiver Eingriff mit MyoSure möglich.

Wie funktioniert das Ganze?

Keine Angst, bei dieser Methode ist kein Bauchschnitt nötig! Mithilfe eines speziellen Instruments, das vaginal in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird, kann der behandelnde Arzt das Gewebe des Myoms Stück für Stück abtragen und gleichzeitig entfernen. Auch manche Polypen können mit der minimal-invasiven Methode entfernt werden.

In vielen Fällen reicht die Entfernung der Myome aus, um starke Regelblutungen zu lindern. Es kann jedoch sein, dass die Wucherungen nachwachsen – in diesem Fall ist eventuell ein erneuter Eingriff nötig.

Verödung der Gebärmutterschleimhaut

Ihre Gebärmutter ist frei von Myomen und Polypen (oder sie wurden bereits entfernt) und Ihr Arzt kann auch keine andere behandlungsbedürftige Ursache für Ihre starken Regelblutungen finden? Dann fragen Sie den Experten, ob eventuell eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) für Sie infrage kommt.

Eine moderne Variante der Endometriumablation ist zum Beispiel die NovaSure-Behandlung. Für diese nutzt der Arzt eine Art Goldnetz, das er über die Vagina in die Gebärmutter einführt. Innerhalb von 90 bis 120 Sekunden verödet die Elektrode die Gebärmutterschleimhaut, sodass sich diese im nächsten Zyklus nicht mehr komplett aufbauen kann. Ihre starke Regelblutung verringert sich dadurch dauerhaft auf ein normales Maß. In vielen Fällen bleibt die Periode nach dem Eingriff sogar ganz aus.

Alternative zur Gebärmutterentfernung

Die Endometriumablation kann vielen Frauen helfen, die aufgrund starker Regelblutungen eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) in Betracht ziehen. Allerdings muss dabei ein wichtiger Punkt beachtet werden: Ebenso wie die Hysterektomie ist auch die Verödung der Gebärmutterschleimhaut nur für Frauen geeignet, die keine Kinder mehr bekommen möchten. Eine Schwangerschaft muss vermieden werden, daher müssen Sie nach dem Eingriff wie gewohnt verhüten.

Also, nur nicht aufgeben. Gemeinsam mit dem Arzt Ihres Vertrauens finden Sie sicher die für Sie passende Behandlung, mit der sich Ihre monatlichen Beschwerden dauerhaft lindern lassen!

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