Wechseljahre

30. Juli 2018 - 08:00

Wechseljahre, Menopause oder Perimenopause? Ein neuer Lebensabschnitt!

40 ist das neue 20, so sagt man doch oder? Ob das stimmt, weiß ich nicht, was ich aber weiß: Ich bin nun mit Mitte 40 ganz anders, als ich in meinen Zwanzigern dachte, dass ich mit Mitte 40 sein würde. Klingt kompliziert? Ist es gar nicht, denn was ich damit sagen will ist: Ich bin zufrieden! Ich mag meinen Beruf, die Kinder sind aus dem Haus, mir geht es gut. Aber …

… ich würde gern wieder mal eine Nacht durchschlafen
.… ich nehme mittlerweile immer eine zweite Bluse mit zur Arbeit, denn ich schwitze mitunter so stark, dass ich mich umziehen muss
.… ich werde in den seltsamsten Situationen von Gefühlen (positiv wie negativ) übermannt.
… meine Periode ist plötzlich für Überraschungen gut: Mal kommt sie gar nicht, mal wieder ganz heftig
.… manchmal fühle ich mich ohne Grund aufgebläht wie ein Luftballon
.… mitunter machen mich Dinge total nervös, die mich früher nicht ansatzweise gestresst hätten.

Eine Phase des Umbruchs

Sie ahnen es vielleicht schon, ich befinde mich gerade mitten in den Wechseljahren. Aber klingt der Begriff nicht ein wenig unspektakulär für eine Phase, in der so vieles im Umbruch ist? Dabei ist „Wechseljahre“ im Grunde ein Sammelbegriff für einen Lebensabschnitt mit mehreren Phasen, die ineinander übergehen. Experten sprechen von den Folgenden:

Menopause: die letzte Menstruation

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so etwas wie „Monat Ende“. Wie passend, denn die Menopause ist der Zeitpunkt, an dem eine Frau zum letzten Mal ihre Menstruation hat. Durchschnittlich passiert das im Alter von etwa 51 Jahren. Nähert sich die Menopause, verlängern sich die Zeiträume zwischen den Menstruationen immer mehr, bis sie schließlich ganz ausbleibt. Ist die Periode dann ein ganzes Jahr ausgeblieben, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Menopause stattgefunden hat.

Prämenopause und Perimenopause

Die Prämenopause setzt bei vielen Frauen im Alter von Mitte 40 ein. Über einige Jahre hinweg fährt der Körper die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron immer weiter zurück. Die Fruchtbarkeit nimmt ab und es können Blutungsstörungen auftreten. Die Prämenopause geht über in die Perimenopause. Diese umfasst durchschnittlich sechs bis sieben Jahre, die direkt um die Menopause herum liegen und endet zwölf Monate nach der letzten Regelblutung.

Chaos der Hormone

In den Wechseljahren herrscht ein ziemliches Chaos im Hormonhaushalt, was mit einer Reihe von Beschwerden einhergehen kann. Viele Frauen leiden dann unter Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Gefühlsschwankungen. Aber auch der Menstruationszyklus kann durcheinandergeraten und die Menstruation verändern – so wie bei mir. Früher kam meine Periode pünktlich wie ein Uhrwerk. Seit Kurzem kommt sie verspätet, teilweise gar nicht, fällt in einem Monat sehr schwach und im nächsten sehr stark aus.

Mit Sport gegen Symptome

Ich versuche, das Beste aus der Situation zu machen und die Wechseljahrsbeschwerden mit einem gesunden und aktiven Lebensstil zu lindern. Zwar gibt es noch kein Wundermittel gegen all diese Symptome, aber Bewegung zum Beispiel baut Stresshormone ab und sorgt für gute Laune – von der kann man bei Gefühlsschwankungen ja nicht genug haben. Bei sehr starken Regelblutungen kann Frauen in den Wechseljahren zum Beispiel auch eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut helfen. Eine zuverlässige Methode ist zum Beispiel NovaSure.

Die positive Seite sehen: Adieu Menstruationsbeschwerden!

Auch, wenn gerade alles ziemlich chaotisch ist, ein bisschen freue ich mich auch auf den neuen Lebensabschnitt. Denn schließlich muss ich mir, wenn ich das Gröbste hinter mir habe, über Verhütung, Tampons, Binden und Menstruationsbeschwerden keine Gedanken mehr zu machen. Bis dahin heißt es, „Augen zu und durch“ und eine positive Einstellung bewahren! Denn ich bleibe dabei: Mir geht es gut – trotz der Wechseljahre!

Zurück zur Übersicht