Starke Regelblutung

3. Juni 2016 - 07:00

Warum haben manche Frauen mit Myome Beschwerden - und andere nicht?

Myom, Uterusmyom, Leiomyom, Fibrom… wie auch immer es genannt wird, ein Myom kann etwas sehr Unangenehmes sein. Kann, denn glücklicherweise sind die Geschwülste gutartig und verursachen bei den meisten Frauen keine Beschwerden. Häufig werden sie daher auch nur zufällig entdeckt. Doch es gibt auch Frauen, bei denen Myome zu vielfältigen Beschwerden führen.

Was genau ist unter einem Myom zu verstehen?

Ein Myom entsteht einzeln oder in größerer Anzahl in der Muskelwand der Gebärmutter und bildet eine gutartige Verdickung der Muskelschicht. Die Ursache ist noch immer unklar. Fakt ist allerdings, dass das Myomrisiko bei Frauen mit afrikanischer Herkunft im Vergleich zu weißen Frauen erhöht ist. Zudem wachsen Myome während der Schwangerschaft schneller und das Wachstum setzt aus, wenn die Menopause eintritt.

Ein Myom ist in 99,9 % der Fälle ungefährlich. Es besteht somit kein Grund zur Sorge, wenn sich ein Myom in Ihrer Gebärmutter gebildet hat und danach nicht weiter bemerkbar macht. Vielen Frauen ist gar nicht bewusst, dass bei ihnen ein Myom vorliegt – oder es wird zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Verursacht die Geschwulst keine Beschwerden, ist im Allgemeinen keine Behandlung erforderlich. Es ist allerdings zu empfehlen, alle 3 bis 6 Monate einen Kontrolltermin beim Gynäkologen zu machen, um das Wachstum des Myoms zu beobachten.

Welche Probleme können auftreten?

Doch in manchen Fällen können Myome erhebliche Beschwerden hervorrufen. Eine Rolle spielen dabei unter anderem die Lage und vor allem die Größe des Myoms – einige messen mehrere Zentimeter, andere sind gerade einmal so groß wie ein Apfelkern. Große Exemplare können zum Beispiel zu einem angeschwollenen Bauch, Völlegefühl oder zu Schmerzen und Blasendruck führen. Insbesondere während der Periode machen einige Geschwülste Probleme und verursachen zum Beispiel übermäßigen Blutverlust, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und weitere Unannehmlichkeiten. Übermäßiger Blutverlust kann zu Blutarmut führen, der sich häufig durch eine anhaltende Müdigkeit bemerkbar macht.

Ob und wie sich ein vorhandenes Myom auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt, ist somit von Frau zu Frau verschieden. Es ist also sehr wohl möglich, dass Sie selbst mit Schmerzen im Bett liegen, während Ihre Freundin, die ebenfalls ein Myom hat, davon verschont bleibt.

Habe ich ein Myom?

Die genannten Symptome kommen Ihnen bekannt vor und Sie haben den Verdacht, dass bei Ihnen ein bislang unentdecktes Myom vorliegen könnte? Dann machen Sie einen Termin bei Ihrem Gynäkologen: Mit einer Untersuchung der Innenseite der Gebärmutter kann der Experte feststellen, ob ein Myom vorliegt, und Ihnen passende Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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