Starke Regelblutung

23. September 2016 - 07:00

Problemlos durch die Schwangerschaft

Während manche Frau problemlos durch die neun Monate währende Schwangerschaft geht, kommt es bei anderen Frauen in dieser Zeit zu größeren Problemen. Neben den bekannten Anzeichen, die darauf hindeuten, dass man schwanger ist (Übelkeit, schmerzende Brüste und Müdigkeit) gibt es zahlreiche weitere Probleme, die während der Schwangerschaft auftreten können, beispielsweise ein Myom in oder an der Gebärmutter.

Was ist darunter zu verstehen?

Um Unklarheiten zu vermeiden, hier zunächst eine kurze „Lektion“ zum Thema Myome: Myom ist ein anderes Wort für Muskelgeschwulst, eine sogenannte „gutartige Geschwulst“. Damit ist die gesamte Erkrankung in zwei Worten gut zusammengefasst. Die Geschwulst besteht aus Muskelfasern und ist nur so groß wie ein Apfelkern oder eine Erbse, kann jedoch auch die Größe einer Pampelmuse erreichen. Gefährlich sind Myome im Allgemeinen nicht. 

Beschwerden und Probleme

Wenn Sie ein Myom haben (und das ist sehr gut möglich, denn eine von vier weißen und eine von zwei dunkelhäutigen Frauen sind davon betroffen), brauchen Sie sich in den meisten Fällen keine Sorgen zu machen. Die Geschwülste verursachen meist nur geringe oder gar keine Beschwerden – viele Frauen merken gar nicht, dass sie ein Myom haben. Doch es gibt auch Frauen, bei denen das Myom (oftmals dann, wenn es in Größe und Volumen zunimmt) für Probleme sorgt, wie beispielsweise für starke Menstruation, drückende und/oder bohrende Schmerzen im Oberbauch sowie Problemen mit der Fruchtbarkeit.

Myome und Fruchtbarkeit

Die Wahrscheinlichkeit, dass Myome während der Schwangerschaft Probleme verursachen, ist glücklicherweise nur gering. Gelegentlich ist es möglich, dass sich das Myom im Gebärmutterhals befindet, wo es Schwierigkeiten machen kann. Das Myom kann dann den gleichen Effekt haben wie eine Spirale, die den Samenzellen den Weg versperrt. 

Welche Folgen hat dies für meine Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft bleiben Myome nicht immer ruhig. In diesen neun Monaten können sie bis zur Größe eines Fußballs heranwachsen. Je nachdem, wie das Wachstum des Myoms verläuft, erhöht dies auch die Empfindlichkeit der Gebärmutter. Hierdurch kann es zu vorzeitigen Wehen kommen und das Risiko für eine Fehlgeburt oder eine (zu) frühe Geburt steigt. 

Da das Blut einschließlich der notwendigen Nährstoffe für das Kind teilweise das Myom und nicht den Embryo versorgt, kann es vorkommen, dass das Kind weniger gut wächst und bei der Geburt unter 3.000 Gramm wiegt. Zudem können Myome den Geburtskanal blockieren, sodass eine normale Geburt nicht möglich ist und ein Kaiserschnitt erforderlich wird.

Haben Sie Probleme mit Myomen?

Sorgen die Myome bei Ihnen für Beschwerden? Es ist empfehlenswert, in diesem Fall einen Termin mit dem Gynäkologen zu vereinbaren und dieses Problem anzusprechen. Auch wenn Sie nach der Schwangerschaft sofort Probleme mit starkem Blutverlust während der Menstruation haben, kann ein Myom die Ursache sein. Warten Sie also nicht zu lange ab, denn es gibt Behandlungsmethoden, mit denen das Myom entfernt werden kann.

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