NovaSure

18. Dezember 2017 - 10:38

Kostenerstattung bei NovaSure: Wann zahlt meine Krankenkasse?

Endlich Schluss machen mit starken Regelblutungen, den monatlichen Verbrauch von Binden und Tampons auf ein normales Maß reduzieren – diesen Wunsch haben die meisten Frauen mit Menorrhagie. Möglich ist dies unter anderem durch eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation). „Aber wie sieht es mit den Kosten aus? Zahlt das meine Krankenkasse?“, ist häufig eine der ersten Fragen von Frauen, die zum Beispiel die NovaSure-Methode in Betracht ziehen. „Es kommt darauf an“, lautet dann für gewöhnlich die Antwort des Arztes. Und tatsächlich: Bei der Erstattung kann es etwas kompliziert werden. Folgen Sie unserem kleinen Wegweiser durch den Krankenkassen-Dschungel …

Privat versichert? Kein Problem!

Sie sind Privatpatientin? Dann haben Sie wahrscheinlich keine großen Probleme, die Kosten für NovaSure von Ihrer Kasse erstattet zu bekommen. Private Krankenkassen zahlen in den meisten Fällen für die Endometriumablation. Sowohl für einen ambulanten Eingriff als auch für eine stationäre OP mit Krankenhausaufenthalt.

Ambulant oder stationär im Krankenhaus

Bei den gesetzlichen Krankenkassen kommt es tatsächlich „darauf an“: Möchten Sie den Eingriff stationär oder ambulant vornehmen lassen? Bei einer stationären NovaSure-Operation übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten, falls Ihr Arzt der Ansicht ist, dass bei Ihnen ausreichende medizinische Gründe für eine Aufnahme ins Krankenhaus vorliegen. Diese Gründe könnten Sie zum Beispiel mitbringen, wenn Sie starkes Übergewicht oder eine Blutgerinnungsstörung haben. Auch Herz-Kreislauf-Probleme oder eine Diabetes-Erkrankung können eventuell einen solchen Grund darstellen. Im Fachdeutsch heißt es dann: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Verödung der Gebärmutterschleimhaut im Rahmen der sogenannten Fallpauschale.

Stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Kasse

Möchten Sie den Eingriff ambulant vornehmen lassen, entscheidet die gesetzliche Krankenkasse von Fall zu Fall. Daher sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt einen schriftlichen Antrag stellen. Gute Chancen haben Sie meist dann, wenn Ihre einzige Alternative zur NovaSure-Methode laut Expertenurteil eine Entfernung der Gebärmutter ist – diese würde der Krankenkasse nämlich noch höhere Kosten verursachen.

Übrigens: Viele gesetzliche Krankenversicherungen haben bereits sogenannte IV-Verträge (Integrierte Versorgung) abgeschlossen – und die decken auch einen ambulanten Eingriff ab. Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach oder geben Sie hier Ihren Wohnort und Ihre Krankenkasse ein. Taucht ein türkisfarbener Pin auf der Karte auf? Die Klinik beziehungsweise der Arzt hat dann einen solchen Vertrag mit Ihrer Kasse abgeschlossen.

Antrag abgelehnt? Legen Sie Widerspruch ein!

Gut zu wissen: Es kommt öfter vor, dass der schriftliche Antrag zunächst abgelehnt wird. Geben Sie jetzt nicht auf! Sie haben das Recht, Widerspruch einzulegen – und das sollten Sie auf jeden Fall tun. Denn es besteht die Chance, dass die Kostenübernahme in der nächsten Runde bewilligt wird.

NovaSure selbst zahlen

Aber was ist, wenn auch der Widerspruch erfolglos ist und sich die Krankenkasse bis zum Schluss weigert, den Eingriff zu bezahlen? In diesem Fall besteht noch immer die Möglichkeit, dass Sie die Kosten selbst übernehmen. In den meisten Fällen sind das etwa 1.600 bis 2.200 Euro. Zugegeben, das ist eine Menge Geld. Doch für viele Patientinnen ist das Ergebnis des Eingriffs ohnehin unbezahlbar: ein dicker Zugewinn an Lebensqualität – und das jeden Monat aufs Neue!


Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten die Gelegenheit nutzen, um uns bei Ihnen für Ihre Treue über die letzten Monate, Ihre interessanten Kommentare und die konstruktiven Rückmeldungen zu bedanken.Wir wünschen Ihnen besinnliche und entspannte Festtage – und einen guten Rutsch ins neue Jahr!Auf ein fröhliches und gesundes Wiedersehen in 2018Ihr Carpe-Dies-Team

Fordern Sie hier Ihre NovaSure Broschüre an
Zurück zur Übersicht