Starke Regelblutung

3. September 2018 - 10:12

Entspannt durch die Periode: mit einfachen Übungen gegen Regelschmerzen

Viele Frauen leiden jeden Monat aufs Neue unter mehr oder weniger starken Regelschmerzen. Bei manchen sind die Beschwerden so ausgeprägt, dass der Griff zur Schmerztablette während der Periode zur Gewohnheit wird. Doch es geht auch anders: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Menstruationsbeschwerden ohne Medikamente lindern können – mit sanfter Bewegung!

Woher kommen die Beschwerden?

In jedem Monatszyklus baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Am Ende wird sie abgestoßen und fließt mit der Regelblutung ab. Dazu ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in einem unregelmäßigen Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Während einige Frauen das überhaupt nicht bemerken oder nur ein leichtes Ziehen verspüren, leiden andere während dieser Zeit unter schmerzhaften Krämpfen. Insbesondere Frauen mit starker Blutung haben oft auch stärkere Regelschmerzen. Die müssen sich nicht nur auf den Unterleib beschränken. Manchmal strahlen die Krämpfe auch in Rücken und Beine aus.

Bewegung fördert die Durchblutung

Möchte man die Beschwerden in den Griff bekommen, ist es ratsam, die Ursache anzugehen und die Verkrampfung zu lockern. Bewegung kann dabei für Linderung sorgen. Denn durch die körperliche Aktivität wird die Durchblutung im ganzen Körper angeregt – und das kann sich krampflösend auswirken. Aber Vorsicht: Übertreiben sie es nicht! Anstrengendes Krafttraining oder schweißtreibende Ausdauersportarten können genau das Gegenteil bewirken und die Krämpfe verstärken. Besser ist zum Beispiel eine leichte Walkingeinheit oder eine Fahrradtour durch den Park.

Entspannung für Körper und Geist

Sie bleiben an diesen Tagen lieber in der Nähe von Sofa und Wärmflasche? Dann können eventuell Entspannungstechniken helfen, wie zum Beispiel die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Bei dieser Variante werden in kurzen Einheiten nacheinander einzelne Muskelgruppen von Kopf bis Fuß für einige Sekunden gezielt angespannt und wieder gelöst. Mit etwas Übung kann so ein Zustand völliger Tiefenentspannung erreicht werden, was häufig auch bei Schmerzen eine wohltuende Wirkung entfaltet.

Yoga: von der Katze bis zur Kuh

Yoga, die indische Bewegungskunst, soll Körper und Geist durch die Kombination von Übungen (Asanas) und der passenden Atemtechnik in Einklang bringen. Das kann sich auch bei Regelschmerzen positiv auswirken. Doch auch hier gilt: Extreme Verrenkungen und komplizierte Balanceübungen sind zwar gut für den Bikini-Body. Bei Regelschmerzen sind eher solche Asanas von Vorteil, bei denen der Fokus auf Entspannung liegt.

Eine gute Übung ist daher zum Beispiel die „Katze“, die gerne mit der „Kuh“ kombiniert wird. Beide entspannen den Rücken, kräftigen die Wirbelsäule und helfen gegen Verspannungen, Müdigkeit und Stress … kein Wunder, dass die beiden Vierbeiner immer so gelassen wirken!

Und so wird’s gemacht!

Sie möchten die Übung gleich mal ausprobieren? Prima, folgen Sie einfach diesen Schritten:

  • Es geht los mit der Katze: Starten Sie im Vierfüßlerstand, also auf den Knien und auf allen Vieren. Die Handflächen liegen flach auf einer Matte oder einem Handtuch, die Ellenbogen sind durchgedrückt. 
  • Ziehen Sie beim Einatmen den Bauchnabel ein und kippen Sie das Becken so an, dass sich die Wirbelsäule Richtung Decke wölbt – genau wie bei einer Katze, die einen Buckel macht. Das Kinn ziehen Sie dabei Richtung Brust. 
  • Halten Sie Atem und Position für einen Moment und spüren Sie die leichte Dehnung in der Wirbelsäule. 
  • Und nun kommt die Kuh: Kippen Sie beim Ausatmen das Becken in die entgegengesetzte Richtung, sodass ein leichtes Hohlkreuz entsteht. Heben Sie den Kopf dabei wieder an, sodass der Blick nach vorne gerichtet ist. 
  • Halten Sie auch diese Position für ein paar Sekunden und wiederholen Sie den Ablauf nach Belieben von vorne, bis sich Rücken, Bauch und Unterleib angenehm entspannt anfühlen.
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