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30. August 2015 - 15:00

Die Forscherin Josien Penninx zeigt, dass einer starken Menstruation mit einer Entfernung oder Verödung der Gebärmutterschleimhaut einfach entgegengewirkt werden kann.

Leider sind starke Menstruationsblutungen ein Gesundheitsproblem für viele Frauen. Untersuchungen haben ergeben, dass 1 von 5 Frauen darunter leidet. Gründe genug, Frauen darüber gut zu informieren und kontinuierlich weiter nach Behandlungsmöglichkeiten zu suchen.

Glücklicherweise sind die deutschen Gynäkologen forschungsorientiert und sehr fortschrittlich. Regelmäßig werden Studien zu Ursachen und Auswirkung von starken Blutungen bei der Menstruation durchgeführt und verschiedene Behandlungsmethoden wissenschaftlich miteinander verglichen. Das ist wichtig für alle Frauen, die unter starken Menstruationsblutungen leiden, weil es Innovationen fördert. Innovationen zur Verbesserung vorhandener Medikamente und Techniken und die Entwicklung neuer Medikamente und Techniken. Kontinuierliche wissenschaftliche Studien sind auch wichtig, um sich beispielsweise einen Überblick über die langfristigen Wirkungen von medizinischen Behandlungen zu verschaffen, etwa über die Vorteile von Behandlung A gegenüber Behandlung B über einen Zeitraum von 10 Jahren. Mit diesen Informationen kann man als Patient wohlüberlegte Entscheidungen treffen. Welcher Behandlung möchte ich mich unterziehen und warum?

Aktuelle Forschung

Josien Penninx ist Gynäkologin in der Ausbildung am Máxima Medisch Centrum in Veldhoven. Ihre Promotionsstudie (Juni 2013) hat ergeben, dass Frauen relativ einfach von starken Menstruationsblutungen befreit werden können. Und zwar durch die Entfernung oder Verödung der Gebärmutterschleimhaut, was auch Endometriumablation genannt wird. Die Endometriumablation ist ein einfacher Eingriff, der unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden kann. Das Fazit der Promotionsstudie ist, dass die NovaSure-Behandlung vergleichbaren Techniken überlegen ist. Josien Penninx schreibt, dass NovaSure eine schnelle, einmalige Behandlung ist, die unter örtlicher Betäubung vorgenommen wird.

Ergebnisse der Promotionsstudie

Vorteil der Endometriumablation gegenüber anderen Behandlungen ist, dass es ein sichererer, technisch einfacher und schneller Eingriff ist. Es wird weniger Betäubung benötigt und der Eingriff kann stationär oder ambulant vorgenommen werden.

Nach der Behandlung verringert sich die Menstruationsblutung und bleibt bei etwa der Hälfte der Frauen ganz aus, während die Gebärmutter erhalten bleibt. Die Promotionsstudie von Josien Penninx zeigt, dass die meisten Frauen einer Behandlung mit diesem Verfahren in der Klinik unter örtlicher Betäubung den Vorzug geben.

Im Vergleich mit zwei anderen Methoden zur Endometriumablation scheinen nach der NovaSure-Behandlung mehr Frauen überhaupt keine Regelblutung mehr zu haben. Es sind weniger Folgebehandlungen notwendig und die Zufriedenheit 5 Jahre nach dem Eingriff ist größer.

Wir möchten gerne, dass sich Frauen auf der Grundlage korrekter und zuverlässiger Informationen gründlich informieren. Hierfür sind wir von Ärzten (wie Josien Penninx), Forschern und Fachleuten, aber auch von unseren Mitmenschen abhängig.

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