Gebärmutterentfernung

Die Gebärmutterentfernung ist ein rigoroser, operativer Eingriff, auf den manchmal zurückgegriffen werden muss, wenn es keine andere Lösung mehr gibt. Beispielsweise bei Endometriose, Tumoren, Zellveränderungen in der Gebärmutter, Myomen, Beckenbodenproblemen und Menstruationsproblemen sowie starkem Blutverlust. Der Eingriff (Hysterektomie) wird bei vollständiger Betäubung vorgenommen (Vollnarkose). Hierfür ist eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus nötig und die Genesung dauert mehrere Wochen.

Trotzdem Blutverlust

Meistens wird nicht nur die Gebärmutter, sondern auch der Gebärmutterhals entfernt, wodurch kein Gebärmutterhalskrebs mehr entstehen kann. Es besteht ein geringes Risiko, dass hierbei die Harnleiter beschädigt werden. Wird der Gebärmutterhals jedoch nicht entfernt wird, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent, dass Sie zum regulären Zeitpunkt Ihrer Periode immer noch etwas Blutverlust haben. Dies ist dadurch bedingt, dass die Gebärmutterschleimhaut im Gebärmutterhals erhalten bleibt.

Sofort in den Wechseljahren

Bei einer Gebärmutterentfernung werden manchmal auch die Eierstöcke entfernt. Das Krebsrisiko wird hierdurch erheblich gesenkt, aber der Nachteil ist, dass sich damit auch der Hormonhaushalt verändert. Sie kommen sofort in die Wechseljahre und sehen sich dadurch auch mit den entsprechenden Symptomen konfrontiert: Hitzewallungen, vaginale Trockenheit, Schwindel und nächtliches Schwitzen.

Mehrere Methoden

Es gibt mehrere Operationsmethoden, um die Gebärmutter zu entfernen:

  • Vaginale Hysterektomie
    Bei dieser Methode werden die Gebärmutter und der Gebärmuttermund durch die Scheide entfernt. Diese Operationsmethode wird häufig bevorzugt, weil keine sichtbaren Narben bleiben und der Genesungsprozess schneller verläuft als bei anderen Methoden. Sie ist jedoch nicht immer möglich. Voraussetzung ist, dass die Gebärmutter nicht zu groß ist.
  • Laparoskopische Hysterektomie
    Bei einer laparoskopischen Hysterektomie oder auch Schlüssellochoperation werden mehrere kleine Einschnitte im Bauch gemacht. Über diese Einschnitte wird das Endoskop eingeführt. Der Gynäkologe kann die Operation dann über einen Bildschirm beobachten. Die Gebärmutter wird Stück für Stück über das Endoskop oder die Scheide entfernt. Das Infektionsrisiko ist geringer als bei der traditionellen Operationsmethode und auch die Genesung geht vergleichsweise schnell. Das Risiko für stark sichtbare bleibende Narben ist auch geringer.
  • Abdominale Hysterektomie
    Bei dieser Methode wird die Gebärmutter über einen Schnitt durch die Bauchdecke, knapp über dem Schambein, entfernt. Dieser horizontale Schnitt ist etwa 15 cm lang und hinterlässt eine unschöne Narbe. Manchmal muss zusätzlich noch ein vertikaler Schnitt gesetzt werden, wenn beispielsweise die Gebärmutter sehr groß ist oder Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurde. Bei dieser Methode ist die Gefahr von Komplikationen am größten und der Genesungsprozess dauert auch am längsten.

Ja oder nein?

Eine Gebärmutterentfernung ist unumkehrbar. Nach der Entfernung Ihrer Gebärmutter bekommen Sie Ihre Periode nicht mehr und Sie können selbstverständlich auch nicht mehr schwanger werden. Die Risiken des Eingriffs lassen sich jedoch mit denen einer schweren Bauchoperation vergleichen, z. B. Infektionen, Blutungen, Thrombosen, Beschädigungen der Harnwege, des Darms und/oder anderer innerer Organe. Bei gutartigen Erkrankungen ist es daher wichtig, die Vor- und Nachteile einer Hysterektomie gründlich gegeneinander abzuwägen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Durch neue, innovative Behandlungsmethoden wie NovaSure ist eine Gebärmutterentfernung bei starkem Blutverlust nicht mehr unbedingt notwendig.

Vorteile

  • Endgültige Behandlung

Nachteile

  • Nur für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung geeignet
  • Mit offener Chirurgie verbundene Risiken
  • Risiken der Vollnarkose
  • Genesungszeit zwischen 2 bis 8 Wochen
  • Unumkehrbar

Wissenswertes

  • Behandlungsdauer

    Vaginal etwa 1 Stunde Endoskopisch etwa 2 Stunden
  • Erfolgsrate

    100%
  • Kinderwunsch

    Nicht mehr möglich
  • Rehabilitationsdauer

    4-8 Wochen

Die Behandlung

  • Schritt 1: Gynäkologe

    Schritt 1: Gynäkologe

    Der Gynäkologe führt diagnostische Tests durch, um festzustellen, was der Auslöser für den starken Blutverlust ist. Wenn keine andere Behandlungsoption möglich ist, erfolgt die Entscheidung für eine Hysterektomie.

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    Schritt 2: Eingriff

    Eine Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) ist ein schwerer operativer Eingriff, für den eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig ist. Die Genesungszeit beträgt mindestens 6 Wochen.

Der Besuch bei Ihrem Frauenarzt

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