Myome

Ein Myom (auch Gebärmuttergeschwulst, Leiomyom oder Fibrom genannt) ist ein gutartiges Geschwulst in oder an der Gebärmutter. Myome kommen vereinzelt aber auch in größerer Anzahl vor. Sie können so klein wie ein Apfelkern oder so groß wie eine Grapefruit sein.

Es gibt verschiedene Myomarten, abhängig von der Stelle ihres Auftretens:

  • Gestieltes Myom: in der Gebärmutter oder außerhalb.

  • Submuköses Myom: wächst von der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterschleimhaut.

  • Intramurales Myom: innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter.

  • •Subseröses Myom: an der Außenseite der Gebärmutter.

Gefährlich sind Myome im Allgemeinen nicht. Sie können aber Beschwerden verursachen, wie Druck auf die Blase, tiefe Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Menstruationsschmerzen, Zwischenblutungen und starker Blutverlust. Ein Myom kann auch das Einnisten einer Eizelle erschweren, was es schwieriger macht, schwanger zu werden.

Wodurch Myome genau entstehen, ist nicht ganz klar. Hormone spielen eine Rolle: Je höher der Hormonspiegel ist, desto schneller wachsen sie. Sie schrumpfen in der Menopause und/oder wenn Antihormone eingenommen werden.

Myome zeigen sich oft erst im höheren Alter. Dunkelhäutige Frauen leiden häufiger darunter. Vererbung spielt eine Rolle. Wenn Ihre Mutter ein Myom hatte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eins bekommen, um das Dreifache höher als im Durchschnitt. Übergewichtige Frauen bekommen mit höherer Wahrscheinlichkeit Myome. Bei extremem Übergewicht ist die Wahrscheinlichkeit sogar dreimal so hoch wie im Durchschnitt.

Eine Behandlung ist längst nicht immer notwendig. Es ist jedoch empfehlenswert, das Wachstum regelmäßig (alle 3-6 Monate) vom Gynäkologen kontrollieren zu lassen. Wenn das Myom zu groß wird, im Weg ist, oder medizinische Probleme verursacht, kann die Entscheidung zugunsten einer Entfernung fallen.

Dank neuer Technologien sind massive chirurgische Eingriffe glücklicherweise nicht mehr nötig. Wenn das Myom in der Gebärmutterwand sitzt, wird häufig eine Embolisation vorgenommen, d. h., die Blutgefäße, die zu dem Myom führen, werden dann verengt. Wenn das Myom an der Gebärmutterwand sitzt (Submuköses Myom), können Frauen sich für die MyoSure-Behandlung entscheiden. Nach beiden Eingriffen können Frauen ganz normal schwanger werden.