Gebärmutterentfernung

31. August 2015 - 13:25

Die Gebärmutter behalten, ja oder nein?

Die Gebärmutter behalten, ja oder nein?

Uterusextirpation, Hysterektomie oder in nicht medizinischen Worten – und damit für den Normalsterblichen verständlich: Gebärmutterentfernung. Drei Wörter, mit denen man als Frau lieber nichts zu tun haben möchte, woran Sie aber nichts ändern können, wenn sie Ihren Weg kreuzen. Oder doch?

Entfernung der Gebärmutter

Als ob es ein Spaziergang wäre, lassen jährlich tausende Frauen ihre Gebärmutter entfernen. Und um der Situation noch zusätzlich Gewicht zu verleihen: In Amerika hat ein Drittel der Frauen um das 60. Lebensjahr keine Gebärmutter mehr. In vielen Fällen wurde der Eingriff gemacht, um Menstruationsbeschwerden zu bekämpfen. Nicht verrückt, denn eine Gebärmutterentfernung ist die medizinische Lösung, die am weitesten verbreitet ist. Oder doch? Denn ein Drittel der Frauen unterzieht sich mittlerweile einer anderen Behandlung wie der Entfernung der Gebärmutterschleimhaut, wobei die Gebärmutter einfach erhalten bleibt! Die Entfernung der Gebärmutter ist nämlich mit einer schweren Bauchoperation vergleichbar und da schreien wir auch nicht gleich hier!

Welche Alternativen gibt es?

Die Entfernung der Gebärmutter ist also nicht die einzige Möglichkeit, Menstruationsschmerzen zu lindern. Sie können sich zum Beispiel für eine Spirale oder eine Hormonbehandlung entscheiden, um Ihre Menstruationsbeschwerden zu verringern. Darüber hinaus kann die NovaSure-Behandlung eine gute Alternative sein. Welches die für Sie am besten geeignete Behandlung ist, hängt beispielsweise von der Stärke der Blutung und dem Einfluss dieses monatlichen Ereignisses auf Ihr Leben ab. Bevor Sie sich überstürzt für die erstbeste Behandlung entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Behandlungsmethoden vergleichen. Hier (add link with table about different treatment options) finden Sie eine Übersicht der Behandlungsmethoden. Dann können Sie anschließend gut informiert und zusammen mit dem Arzt eine wohlüberlegte Entscheidung treffen. Eine gute Vorbereitung ist schließlich die halbe Miete, oder?

Entfernen oder doch behalten?

Die Risiken der schweren Operation bei der Gebärmutterentfernung sind nicht von der Hand zu weisen. Zunächst einmal können Sie keine Kinder mehr bekommen und haben auch keine Regelblutung mehr. Außerdem können Blutgerinnsel, schwere Infektionen und Schmerzen beim Sex die Folge sein. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat es der Genesungsprozess in sich: Es dauert zwischen zwei und acht Wochen, bis man wieder vollständig auf den Beinen ist. Werden außer der Gebärmutter auch die Eierstöcke entfernt? Dann können zu den oben genannten Beschwerden auch noch Wechseljahressymptome hinzukommen. Hallo Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Schwindel ...

Leider hat nicht jeder die freie Wahl. Es gibt Momente, da ist die Entfernung der Gebärmutter die einzige Option. Bei bösartigen Erkrankungen wie Gebärmutterkrebs ist die Hysterektomie eine weitverbreitete Prozedur.

Machen Sie sich Gedanken…

Sollten Sie also vor der Entscheidung stehen, ob Sie Ihre Gebärmutter behalten wollen oder nicht, sollten Sie sich gut einlesen, nachdenken, die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen und nochmals gut nachdenken. Sorgen Sie dafür, dass Sie wissen, was Sie tun und die Folgen kennen, und treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen. Eine dauerhafte Entfernung ist nun einmal dauerhaft.

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