Wenn es zu viel wird...

Wussten Sie, dass beinahe jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren unter starken Regelblutungen leidet?

Sie sind also nicht allein mit diesem Problem. Vielen betroffenen Frauen fällt es schwer, ihren täglichen Aufgaben nachzukommen. Soziale Aktivitäten, Sport, der Beruf, der Partner – eine starke Menstruationsblutung, die sogenannte Menorrhagie, kann das Leben in vielen Bereichen beeinflussen. Bei Frauen, die unter ihrer starken Periode leiden, dauert die monatliche Blutung länger als üblich und sie verlieren deutlich mehr Blut. Blutarmut, eine vermehrt auftretende Müdigkeit aufgrund des Eisenmangels, starke Bauchschmerzen bis hin zu Krämpfen, können die körperlichen Folgen sein. Die Bewältigung der alltäglichen Aktivitäten wie Arbeiten, Einkaufen, Freunde treffen oder Sport treiben, sind in dieser Zeit gar nicht oder nur mit grössten Anstrengungen möglich. Die Monatsblutung wird zu einem ständigen, unerträglichen und beinahe angsteinflössenden Begleiter. Nicht selten ist die Blutung für viele der betroffenen Frauen zudem auch eine psychische Belastung. Der Gedanke an peinliche Komplikationen in der Öffentlichkeit lässt viele nicht mehr los.

Doch nur wenige Frauen trauen sich, offen über «ihr» Problem zu sprechen – zu groß ist das Schamgefühl, als dass sie sich einem Arzt anvertrauen und Hilfe suchen würden. Dabei kann die Ursache für eine Menorrhagie schnell und einfach bekämpft werden. Und zwar hormonell oder durch minimal-invasive Operationstechniken. Trauen Sie sich und sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen über mögliche Behandlungsmethoden.

Frauen mit ungewöhnlich starken Regelblutungen teilen ihre Erfahrung:

  • 85 % leiden unter Müdigkeit und Übelkeit, 77 % sind deprimiert oder launisch, 76 % leiden an schweren Krämpfen und 69 % haben Kopfschmerzen.
  • Jede zwölfte Frau konnte wegen starker Regelblutungen länger als eine Woche nicht zur Arbeit gehen.
  • 50 % konnten wegen starker Regelblutungen nicht zu einer Party oder einer Veranstaltung gehen.
  • 80 % verzichten während der Regelblutung auf Sex.

Normale Regelblutungen

  • Der Blutverlust entspricht 4–12 Esslöffeln.
  • Der Blutverlust tritt etwa alle 24–31 Tage auf.
  • Der Blutverlust dauert 4–7 Tage.
  • Ein einfacher Schutz ist ausreichend.

Starke Regelblutungen

  • Die Regelblutung dauert länger als 7 Tage.
  • Die Blutungen sind so stark, dass Damenbinden oder Tampons bereits nach 1 bis 2 Stunden gewechselt werden müssen.
  • Schwere Blutungen führen zu Einschränkung von Aktivitäten oder zu Absenzen am Arbeitsplatz.
  • Doppelter Schutz (Tampons und gleichzeitig Binden) kann nötig sein.

Ursachen für eine Menorrhagie

Häufige Ursachen für eine Menorrhagie sind Hormonstörungen oder organische Veränderungen der Gebärmutter wie zum Beispiel Myome (Geschwulst des Muskelgewebes), Polypen und Tumore. Bei der Therapie setzen viele Ärzte heute immer noch auf die Einnahme von Hormonen, sei es mit der Pille, einer Hormonspirale oder einem Hormonimplantat. Erfolgreich ist diese medikamentöse Dauerbehandlung allerdings nur bei etwa der Hälfte der Patientinnen.

Auch die häufig vorgenommene chirurgische Ausschabung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Kürettage) dient vor allem dem Ausschluss eines Krebsverdachtes und zeigt wenig oder keine therapeutische Langzeitwirkung gegen die Blutungen.

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wird häufig zu einer aufwendigen Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) geraten, also der vollständigen operativen Entfernung der Gebärmutter mit allen verbundenen Risiken und Nachteilen, wie beispielsweise einem längeren Spitalaufenthalt, wochenlanger Genesungszeit und möglichen Spätfolgen wie Beckenbodensenkung und Inkontinenz. Gemäss Experten ist solch ein grosser operativer Eingriff häufig gar nicht nötig. Vielen betroffenen Frauen kann durch den Einsatz moderner Therapieverfahren deutlich schonender geholfen werden.

Behandlungsmethoden, wie die sogenannte globale Endometriumablation, sind sehr schonend. Als Ersttherapie kann die NovaSure-Therapie für Sie in Frage kommen, wenn eine Behandlung mit Hormonen nicht gewünscht ist oder diese mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen würde. Bei der NovaSure-Behandlung wird lediglich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) verödet, sodass sich während des monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann. Die Blutung wird auf ein normales Mass verringert oder bleibt in vielen Fällen sogar ganz aus. Die Patientinnen können sehr schnell nach Hause und innerhalb kürzester Zeit ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

interactive.uterus.description

Intramurales Myom
info-drop

Intramurales Myom

Ein intramurales Myom wächst vollständig in der Muskelschicht der Gebärmutter. Im Allgemeinen sind Myome nicht gefährlich, können jedoch zu Beschwerden führen.

Mehr InformationenSchließen
Störung des Hormonhaushalts
drop reverse

Störung des Hormonhaushalts

Starker Blutverlust wird häufig dadurch verursacht, dass die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht im Gleichgewicht ist. Dieses sogenannte hormonelle Ungleichgewicht kommt häufig vor, insbesondere bei jungen Frauen, die gerade erst die Mens bekommen haben, und bei Frauen in der Perimenopause.

Mehr InformationenSchließen
Submuköse Myome
drop reverse

Submuköse Myome

Eine Gebärmuttergeschwulst, auch Myom genannt, ist eine gutartige Geschwulst in oder an der Gebärmutter. Wodurch Myome genau entstehen, ist nicht ganz klar.

Mehr InformationenSchließen
symptom.polipe
info-drop

Polypen

Polypen sind gutartige gestielte Schleimhautgeschwülste. Sie können in der Gebärmutter und im Gebärmutterhalskanal vorkommen. Wenn die Polypen wachsen, werden sie empfindlich und können anfangen zu bluten.

Mehr InformationenSchließen
Gebärmutterschleimhaut
info-drop

Gebärmutterschleimhaut

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bedeckt die gesamte Gebärmutterwand. Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut variiert von Frau zu Frau. Eine dickere Gebärmutterschleimhaut kann einen stärkeren Blutverlust zur Folge haben.

Mehr InformationenSchließen
Intramurale Myome
drop reverse

Intramurale Myome

Ein intramurales Myom liegt vollständig in der Gebärmutterwand. Es wächst inmitten der Muskelschicht der Gebärmutter. Die am häufigsten auftretende Myomform ist das intramurale Myom. Wird ein kleines Myom dieses Typs diagnostiziert, ist die Form der Gebärmutter meist unverändert. Grössere Myome hingegen können die Gebärmutter stark verformen. Nicht selten sind intramurale Myome Auslöser von Menstruationsbeschwerden und können auf Nachbarorgane wie die Blase oder den Darm drücken. Einige Frauen klagen dann zunehmend über Beschwerden beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen. Ein intramurales Myom kann auch auf einen Nerv drücken, sodass die betroffenen Frauen Schmerzen im Rückenbereich oder sogar in den Beinen verspüren.

Mehr InformationenSchließen
Blutgerinnungsstörungen
info-drop

Blutgerinnungsstörungen

Störungen der Blutgerinnung (Verdickung des Blutes, um einen Blutverlust zu verringern oder zu stoppen) sind schwerwiegend und müssen medizinisch behandelt werden. Wenn Sie glauben, an dieser Störung zu leiden, ist es wichtig, dass Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen.

Mehr InformationenSchließen
Base uterus
1 of 5

Was kann ich tun?

Vielen Frauen ist häufig nicht klar, dass es Lösungen für ihre Probleme gibt. Ziehen Sie einen Strich unter starke Menstruationsblutungen. Wenn Ihre Menstruation Ihren Tagesablauf dominiert, ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen.

Therapiemöglichkeiten
Sie haben Fragen?

Sie haben eine Frage zu NovaSure, Wünsche oder Anregungen? Füllen Sie einfach unser Formular aus und schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir keine Fragen medizinischen Inhalts oder Fragen zu Ihrer speziellen medizinischen Situation beantworten können und solche Fragen daher automatisch gelöscht werden. Bitte melden Sie sich für Fragen medizinischen Inhalts bei Ihrem Gynäkologen (siehe Arztsuche).

Sie haben Fragen?Frauensprechstunde