Störungen im Hormonhaushalt

Der weibliche Zyklus wird durch Hormone gesteuert – beteiligt sind insbesondere die beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron (Gelbkörperhormon). Sind die Botenstoffe nicht im Gleichgewicht, kommt Ihre Menstruation eventuell nur unregelmässig, zu häufig oder eine Weile gar nicht.

Auch Dauer und Stärke der Regelblutung können bei einer Störung im Hormonhaushalt von der Norm abweichen – schliesslich wird auch der zyklusbedingte Auf- und Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) von den Botenstoffen geregelt. Sind die Botenstoffe im Ungleichgewicht, kann sich die aufbauende Schleimhaut stark verdicken und während der Menstruation zu übermässigen Blutungen führen.

Starke Blutungen während der Perimenopause

Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt tritt oftmals auch auf, wenn der Körper einer Frau in seine fruchtbare Lebensphase eintritt oder sie wieder verlässt. So kommen übermässige Blutungen beispielsweise häufig bei jungen Frauen vor, die zum ersten Mal ihre Menstruation bekommen haben, während bei älteren Frauen Störungen im Hormonhaushalt zum Beispiel während der Perimenopause auftreten.

Was sind die Ursachen

Störungen im weiblichen Hormonhaushalt können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, zum Beispiel durch:

  • Über- oder Untergewicht
  • starke Gewichtsschwankungen
  • verschiedene Erkrankungen, zum Beispiel der Schilddrüse
  • eine Diät oder unausgewogene Ernährung
  • starke körperliche Belastung, zum Beispiel beim Sport
  • Stress, Sorgen oder Ängste
  • das Absetzen der Antibabypille

Was können Sie tun?

Häufig pendelt sich das Gleichgewicht im Hormonhaushalt von selbst ein, sobald die Ursachen behandelt werden. Falls Sie während Ihrer Perimenopause unter starken Regelblutungen leiden und die bisherigen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, könnte zum Beispiel die NovaSure-Methode eine Lösung sein. Hierbei verödet der Arzt die verdickte Gebärmutterschleimhaut, damit sie sich in Zukunft nicht mehr aufbauen kann.

Diese Form der Gebärmutterabtragung (Endometriumablation) kommt für Frauen infrage, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben. Für viele Frauen ist diese minimalinvasive Behandlung eine Alternative zur Gebärmutterentfernung (Hysterektomie).

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