PMS: Was ist das prämenstruelle Syndrom?

Unterleibsschmerzen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme: Treten diese Symptome kurz vor der monatlichen Regelblutung auf, spricht der Mediziner von einem prämenstruellen Syndrom – kurz PMS.

Hinter dem Sammelbegriff versteckt sich eine ganze Reihe von körperlichen und seelischen Beschwerden. Sie zeigen sich während der zweiten Zyklusphase, also 10 bis 14 Tage vor dem Einsetzen der Menstruation. Mit Beginn der Regelblutung sind sie verschwunden.

Was ist die Ursache für das Syndrom?

Die genauen Gründe für PMS konnten bislang noch nicht ermittelt werden. Experten vermuten, dass unter anderem die zyklusbedingten Veränderungen im Hormonhaushalt für die Beschwerden verantwortlich sind. Zu den wichtigsten Botenstoffen gehören zum Beispiel das Hormon Progesteron sowie die Gruppe der Östrogene.

Auch Ihre Veranlagung, äussere Einflüsse wie zum Beispiel Stress oder Ihr individueller Lebensstil – etwa die Ernährung oder die körperliche Aktivität –  können das Auftreten des prämenstruellen Syndroms begünstigen. Es spielen also mehrere Faktoren eine Rolle!

Kennen Sie diese PMS-Symptome?

Welche Symptome sich bei PMS zeigen, ist von Frau zu Frau verschieden. Auftreten können zum Beispiel

  • Schwindel und Herzklopfen
  • Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen oder ein Blähbauch
  • Hautunreinheiten bis hin zu Akne
  • geschwollene Brüste
  • Heisshunger oder im Gegenteil leichte Übelkeit
  • Wassereinlagerungen, zum Beispiel im Gesicht oder in den Beinen. Sie können dazu führen, dass Sie sich aufgedunsen fühlen – und die Waage eine leichte Gewichtszunahme anzeigt.

Auch auf die Gemütsverfassung können die Hormone einen starken Einfluss haben. So sind einige Frauen durch PMS leicht reizbar und aggressiv, andere reagieren sehr emotional. Auch depressive Verstimmungen, Nervosität oder Ängstlichkeit sind in den Tagen vor der Periode keine Seltenheit.

Mehr Lebensqualität

Bei Frauen, die während ihrer Periode unter übermässigen Blutungen leiden, zeigen sich häufig auch Symptome des prämenstruellen Syndroms. Für Betroffene bedeutet dies eine doppelte Belastung – denn so dauert der monatliche „Ausnahmezustand“ mit jedem Zyklus besonders lange.

Doch Ihnen kann geholfen werden. Denn eine zu starke und lange Regelblutung (Menorrhagie) ist eine medizinisch anerkannte Erkrankung, die sich gezielt behandeln lässt. Die passende Behandlungsmethode kann auch Ihnen ein gutes Stück Lebensqualität zurückgeben. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten!

Literatur/Quellen

  • https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/praemenstruelles-syndrom-pms/ursachen/

WEB-00935-DEU-DE Rev.001