Starke Blutungen lindern: die Ausschabung

Was ist eine Ausschabung?

Die Ausschabung (Kürettage) ist eine medizinische Behandlung, bei der die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) entfernt wird. Zu diesem Zweck führt der Arzt über die Scheide ein spezielles Instrument in die Gebärmutter ein, mit dem die Schleimhaut abgetragen werden kann. Der Eingriff wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt.

Für wen kommt sie infrage?

Häufig wird eine Ausschabung nach Fehlgeburten, Geburten oder einem Schwangerschaftsabbruch vorgenommen. Bei Blutungsstörungen wie starken Regelblutungen raten Experten hingegen in erster Linie zu diagnostischen Zwecken zu dem Eingriff. Die Kürettage kommt dann zum Einsatz, um das entfernte Gewebe anschliessend auf Gebärmutterkrebs zu untersuchen − beziehungsweise einen bösartigen Tumor als Ursache für die starken Blutungen auszuschliessen.

Welchen Vorteil hat die Methode?

Da ein Teil der Gebärmutterschleimhaut entfernt wird, kann die Periodenblutung nach dem Eingriff für kurze Zeit schwächer ausfallen.

Welchen Nachteil gibt es?

Die Schleimhaut baut sich in den folgenden Zyklen wieder auf. Nach wenigen Monaten ist die Periode meist so stark wie zuvor. Daher ist die Ausschabung als langfristige Therapie einer Menorrhagie nicht geeignet.

Sie suchen nach einer Möglichkeit, Ihre starken Blutungen dauerhaft zu lindern? Für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung kommt zum Beispiel eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) infrage.

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